Mandanten betreuen, ohne ans Telefon zu gehen — in Berlin
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Berlin ist mit rund 3,70 Mio. Einwohnern (Stand 31.12.2025) die größte deutsche Stadt und zugleich Bundeshauptstadt und Bundesland.
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Speziell für Steuerberater in Berlin
Unter den 21 Steuerberaterkammern Deutschlands ist Berlin die einzige, deren Mitgliederzahl zum 1. Januar 2026 zurückgegangen ist — um 0,7 Prozent auf 4.527, während der Bund um 1,1 Prozent auf 105.953 zulegte. Alle übrigen zwanzig Kammern wuchsen oder blieben gleich. Gesunken war die Berliner Zahl schon ein Jahr zuvor: Zum 1. Januar 2025 führte die Berufsstatistik 4.557 Mitglieder, 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Der Rückgang betrifft nicht alle Gruppen. Die anerkannten Berufsausübungsgesellschaften nahmen von 1.009 auf 1.042 zu; gesunken ist die Zahl der Steuerberaterinnen und Steuerberater, die zum Stichtag bei 3.401 lag. Wer von 4.527 spricht, meint alle Mitglieder einschließlich der Gesellschaften und der 58 Mitglieder nach § 74 Absatz 2 des Steuerberatungsgesetzes.
Für die Bestellung als Steuerberaterin oder Steuerberater ist die Kammer nach eigener Angabe für alle zuständig, die ihre berufliche Niederlassung im Land Berlin begründen möchten. Eine Zahl der Berliner Kanzleien enthält die Berufsstatistik nicht; sie weist Praxen nur bundesweit aus.
In drei aufeinanderfolgenden Jahrgängen der Berufsstatistik ist die Zahl der Steuerberaterinnen und Steuerberater in Berlin gesunken: von 3.544 zum 1. Januar 2023 über 3.507 und 3.468 auf 3.401 zum 1. Januar 2026.
Auch beim Nachwuchs ging die Zahl zurück. Ende 2022 waren bei der Berliner Kammer 544 Ausbildungsverhältnisse zur oder zum Steuerfachangestellten registriert, Ende 2023 waren es 543, zum 1. Januar 2025 noch 528 und zum 1. Januar 2026 noch 486. Die Ausbildungsquote, gemessen an den Mitgliedern der Kammer, lag in der ersten dieser Ausgaben bei 11,8 Prozent und in der jüngsten bei 10,7 Prozent.
Bezirke und Stadtteile, die der Chatbot bedient
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Häufige Fragen aus Berlin
Kostet schon das erste Gespräch mit einer Berliner Kanzlei etwas?
Das kann sein. Die Steuerberaterkammer Berlin beschreibt den Beginn eines Mandats so: Häufig nimmt zuerst die Mandantin oder der Mandant Kontakt auf, danach folgt in der Regel ein erstes Gespräch, um sich kennenzulernen und den Umfang des Auftrags sowie die voraussichtliche Höhe der Gebühren zu besprechen. Wird dabei eine Steuerberatungsauskunft gegeben, können nach Angabe der Kammer schon für dieses Erstgespräch Kosten anfallen.
In ihren beiden Honorarbeispielen für Start-ups setzt die Kammer für eine steuerrechtliche Erstberatung 150 Euro netto an.
Welche Honorare nennt die Steuerberaterkammer Berlin als Beispiel?
Die Kammer veröffentlicht fünf Honorarbeispiele, die Summen jeweils netto zuzüglich Umsatzsteuer. Für eine Arbeitnehmerin oder einen Arbeitnehmer mit 40.000 Euro Jahreseinkommen kommt sie mit Einkommensteuererklärung, Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit und dem Entgelt für Post und Telekommunikation auf ein Jahreshonorar von 444,40 Euro. Für eine Freiberuflerin oder einen Freiberufler mit 80.000 Euro Jahresumsatz nennt sie 3.202,85 Euro, für eine GmbH mit zwei Millionen Euro Jahresumsatz und zehn Beschäftigten 25.125,80 Euro.
Ob eine Rechnung angemessen ist, prüft die Kammer im Beschwerdeverfahren nicht. Nach ihrem Merkblatt kann sie Rechnungen nur im Hinblick auf Formalien prüfen; die Angemessenheit, also Gegenstandswerte und Faktoren, kann und darf sie nicht überprüfen. Das obliegt den Zivilgerichten.
Welches Berliner Finanzamt ist für eine GmbH zuständig?
Für die Suche nach dem zuständigen Finanzamt verweist die Senatsverwaltung für Finanzen auf eine Abfrage nach Postleitzahl, die eine straßenbezogene Auskunft gibt, gegebenenfalls nach Hausnummern unterteilt. Diese Abfrage gilt für natürliche Personen. Für eine Kapitalgesellschaft ist sie nach Angabe der Senatsverwaltung nicht zu verwenden, weil sich durch die vier Finanzämter für Körperschaften andere Zuständigkeiten ergeben.
Jedes dieser vier Ämter besteuert die Kapitalgesellschaften im Bereich mehrerer Finanzämter: das Finanzamt für Körperschaften I etwa im Bereich der Finanzämter Charlottenburg und Wilmersdorf, das Finanzamt für Körperschaften IV im Bereich von Mitte/Tiergarten, Reinickendorf und Wedding. Für einige Steuern nennt die Senatsverwaltung zentrale Zuständigkeiten für Berlin, darunter die Erbschaft- und Schenkungsteuer und die Grunderwerbsteuer.
Wohin wenden sich Mandanten, wenn es mit ihrer Berliner Kanzlei Probleme gibt?
Zuerst an die Kanzlei selbst, so rät es die Steuerberaterkammer Berlin. Lässt sich nichts klären, nimmt die Kammer eine Beschwerde gegen ihre Mitglieder entgegen; eine telefonische Mitteilung reicht nach ihrem Merkblatt nicht aus. Die förmliche Beschwerde braucht die Anschrift der beschwerdeführenden Person, die Benennung der Steuerberaterin oder des Steuerberaters mit beruflicher Niederlassung, eine Schilderung des Sachverhalts mit der Pflichtverletzung und eine eigenhändige Unterschrift. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos.
Bei der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche hilft die Kammer nicht, das ist Aufgabe der Zivilgerichte. Auf Antrag erteilt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten aber Auskunft über Name, Adresse und Versicherungsnummer der Berufshaftpflichtversicherung der Steuerberaterin oder des Steuerberaters.
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