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Berlin plant die hausärztliche Versorgung seit dem 28. Oktober 2020 nicht mehr als eine Einheit, sondern in drei Planungsbereichen. Planungsbereich I fasst neun Bezirke zusammen: Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf, Pankow, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Planungsbereich II besteht aus Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, Planungsbereich III aus Treptow-Köpenick.
Zum 1. Juli 2025 waren im Arztregister 2.695 Hausärztinnen und Hausärzte mit zusammen rund 2.350 Vollzeitäquivalenten erfasst. Auf Bezirksebene reichte der rechnerische Versorgungsgrad zum selben Stichtag von 82,6 Prozent in Marzahn-Hellersdorf bis 122,8 Prozent in Friedrichshain-Kreuzberg. Unter dem Soll von 100 Prozent lagen fünf Bezirke: Marzahn-Hellersdorf mit 82,6, Treptow-Köpenick mit 92,4, Spandau mit 98,0, Lichtenberg mit 98,9 und Reinickendorf mit 99,4 Prozent.
Nach dem Bedarfsplan vom November 2025 sind die Planungsbereiche II und III für Hausärztinnen und Hausärzte weiterhin entsperrt — dort sind Neuzulassungen also möglich. Und die Werte bewegen sich: Im Planungsbereich II stieg der Versorgungsgrad von 84,9 Prozent zum 1. Januar 2021 auf 90,8 Prozent zum 1. Juli 2025, wodurch die Niederlassungsmöglichkeiten von 89,0 auf 70,5 zurückgingen; im Planungsbereich III von 81,1 auf 92,4 Prozent und von 53,0 auf 32,5. In beiden Planungsbereichen wuchs die Bevölkerung von 2020 auf 2025 allerdings um über acht Prozent, sodass die neu geschaffenen Sitze nach Einschätzung des Bedarfsplans vor allem im Planungsbereich II noch nicht ausreichen; für Planungsbereich III weist er einen stärkeren Anstieg aus, weil dort mehr Sitze entstanden sind, als das Bevölkerungswachstum erforderte. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum vier Eigeneinrichtungen der Kassenärztlichen Vereinigung gegründet.
Der Bedarfsplan beschreibt die schwächer versorgten Bezirke als zusammenhängende Lage: In den aneinander angrenzenden Bezirken Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg herrscht ein Versorgungsgrad zwischen 83 und 99 Prozent. Für Spandau und Reinickendorf hält er zusätzlich fest, dass die Entwicklung dort in den kommenden Jahren gezielt stärker in den Blick genommen werden muss.
Dazu kommt eine Berliner Konkretisierung der gesetzlichen Meldepflicht: Das Sicherstellungsstatut der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin schreibt vor, dass alle Praxen zwei Termine pro Woche an die Terminservicestelle melden.
Bezirke und Stadtteile, die der Chatbot bedient
Mitte · Charlottenburg-Wilmersdorf · Friedrichshain-Kreuzberg · Pankow · Neukölln · Tempelhof-Schöneberg · Spandau · Steglitz-Zehlendorf · Reinickendorf · Lichtenberg · Marzahn-Hellersdorf · Treptow-Köpenick
Häufige Fragen aus Berlin
Aus welchen Berliner Bezirken kann der Chatbot Patientinnen und Patienten bedienen?
Aus allen zwölf Bezirken. Unterschiedlich ist nicht die technische Reichweite, sondern die Versorgungslage dahinter: Zum 1. Juli 2025 lag der rechnerische Versorgungsgrad in Friedrichshain-Kreuzberg bei 122,8 Prozent und in Marzahn-Hellersdorf bei 82,6 Prozent, also gut vierzig Prozentpunkte auseinander.
Übernimmt der Chatbot die Terminmeldung an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin?
Nein, und das sollte er auch nicht. Die Meldung der zwei Termine pro Woche an die Terminservicestelle ist eine Pflicht der Praxis und bleibt es. Der Chatbot arbeitet auf der anderen Seite: Er beantwortet die Anfragen, die direkt bei Ihnen ankommen. An der Verwaltungspflicht gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ändert er nichts.
Wie groß ist das Anfrageaufkommen über die 116117 in Berlin?
Über die 116117 wurden 2024 in Berlin rund 215.000 Termine vermittelt, davon 73.000 in der Psychotherapie. In der medizinischen Linie derselben Nummer wurden fast 225.000 Anrufe bearbeitet; daneben weist die Kassenärztliche Vereinigung Berlin rund 67.000 telemedizinische Beratungen und rund 59.000 Hausbesuche des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes aus.
Wie alt sind die Berliner Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten in der vertragsärztlichen Versorgung?
Ein Drittel aller Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten, die an der vertragsärztlichen Versorgung Berlins teilnehmen, ist über 60 Jahre alt. Das Durchschnittsalter lag zum 1. Juli 2025 bei 54,7 Jahren und ist seit 2020 gesunken, damals waren es rund 55,2 Jahre. Zwischen den Bezirken bewertet der Bedarfsplan die Altersstruktur ausdrücklich als vergleichbar: Charlottenburg-Wilmersdorf weist den höchsten Anteil älterer Ärzte auf, 44,1 Prozent sind dort über 60; Marzahn-Hellersdorf den höchsten Anteil junger mit 10,8 Prozent bis 39 Jahre.
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